Einen gemeinsamen Reiseplan entwickeln – die Strategie

Jede Reise beinhaltet verschiedene Etappen. Damit alle auf der gleichen Route fahren und an den gleichen Zwischenstopps Halt machen, ist eine gemeinsame Absprache unter allen Mitreisenden notwendig.

Sind alle mit dem Expeditionsziel einverstanden?

Die Erarbeitung und Umsetzung einer Strategie ist ein entscheidender Punkt bei der kommunalen Schulentwicklung und wird im Medienentwicklungsplan dokumentiert. Wenn es eine formulierte und allgemein akzeptierte Vision gibt, lassen sich daraus erreichbare Ziele ableiten, um der Vision Schritt für Schritt näherzukommen. Dabei ist es wichtig, die Planung aller Reiseziele aus Perspektive aller an der Reise beteiligten Akteure zu denken.

Wer übernimmt welche Aufgabe während der Expedition?

Im Rahmen der Strategieentwicklung werden, wie im Projektmanagement, Verantwortungsbereiche und Kommunikationswege abgesteckt, der Zeitplan entwickelt und durch kontinuierliches Monitoring der Erfolg bewertet. Hierbei ist es wichtig, die Zuständigkeiten, die Kompetenzen und Ressourcen aller Akteure zu kennen, um die Aufgaben entsprechend aushandeln und verteilen zu können.

Kurskorrekturen und Anpassungen einplanen

Weil sich auf Reisen stets neue Aussichten, Erkenntnisse (z. B. Förderpläne und Vorschriften) und unerwartete Hindernisse (bspw. bei baulichen Planungen) ergeben, wird in der Umsetzung auch eine regelmäßige Kursaktualisierung notwendig sein, die die grundlegenden Erwartungen überprüft und neue Herausforderungen und Chancen stets im Blick hat.

Kommunikation und Zusammenarbeit

Während der Planung und Umsetzung aller Ziele und Maßnahmen ist eine Absprache mit allen Schulleitungen in Ihrer Trägerschaft – nicht nur mit den IT-Spezialist:innen – für das bestmögliche Gelingen essenziell. Im gemeinsamen Austausch können ganzheitliche, also auch die Pädagogik betreffende, Entscheidungen getroffen und zielgerichtete Maßnahmen eingeleitet werden. So lassen sich bereits gemachte Erfahrungen austauschen, Netzwerke gezielt nutzen, Ideen ausbauen oder Fragen, die nicht unmittelbar beantwortet werden können (z. B. zu Datenschutz, Finanzierung oder Standardisierung), sammeln und diskutieren.

Eine partizipative und transparente Planung und Umsetzung erhöht die Akzeptanz über die entwickelten Ziele und Maßnahmen und stellt einen Mehrwert für alle Beteiligten sicher. Nicht zuletzt hilft eine möglichst breite Beteiligung, auch offene und versteckte Vorbehalte ernst zu nehmen und abzubauen. Um die Beteiligung sicherzustellen, können regelmäßige Austauschformate, z. B. in Runden Tischen, organisiert werden.

Praxistipp

Das A und O der Akzeptanz ist Transparenz – über ein gemeinsames Austauschformat

Runde Tische sind ein Format auf kommunaler Ebene, welches den Austausch zwischen Schulen und Schulträgern speziell zum Themenfeld der Digitalisierung ermöglichen soll. Dieses Format dient durch den regelmäßigen und begleiteten Austausch von Schulen und ihrem Träger dazu, sich gemeinsam in Bezug auf Entwicklungsprozesse im Handlungsfeld Digitalisierung abzustimmen, sodass Medienkonzepte der Schulen in Einklang gebracht werden können mit der Medienentwicklungsplanung des Schulträgers. Darüber hinaus bietet sich eine zusätzliche Gelegenheit für alle Beteiligten, Erfahrungen, Herausforderungen und wertvolle Hinweise in Bezug auf Entwicklungsschritte auszutauschen, sodass letztlich positive Entwicklungen und Potenziale durch diese Struktur entstehen können.

Prozessschritte

Wir zeigen den Schulen klar die zur Verfügung stehenden Mittel für Ausstattung und Personal. Diese Transparenz garantiert, dass sich niemand benachteiligt fühlt.

Rainer Ballnus
Rainer Ballnus, Stabsstelle Digitalisierung, Senatorin für Kinder und Bildung Bremen

Praxistipp

Evaluation als Motor einer kontinuierlichen Strategieentwicklung

Die Evaluation der Strategie bezieht alle Ergebnisse und Vorgehensweisen aus den vorangehenden Prozessschritten ein. Damit ist die Evaluation zur Umsetzung des Medienentwicklungsplans ein Querschnittsthema. Für die Kontrolle, inwiefern bestimmte Ziele tatsächlich erreicht wurden, kann die Matrix für Schulträger zusammen mit der Medienhausanalyse ein guter Ansatzpunkt sein. Wurden beide Tools schon in der Situationsanalyse genutzt, können die Ergebnisse der Evaluation hier eingetragen werden und ein erneuter Abgleich zwischen Ist- und Soll-Zustand geschehen, der dem Schulträger Aufschluss darüber gibt, wo Ziele erreicht wurden und wo das noch nicht der Fall ist. DieEvaluation kann also nahtlos in einen erneuten Zyklus der Strategieentwicklung übergehen.

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